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Lammys lesen: Nominierungen fĂŒr die Lambda Literary Awards 2018

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Und was habt Ihr so bis zum Sommer vor? Also ich habe hier acht BĂŒcher liegen, die auf ihre LektĂŒre warten. Es sind die Nominierungen in der Kategorie »Gay Fiction« fĂŒr die diesjĂ€hrigen Lambda Literary Awards – kurz Lammys genannt. Eine Vorschau.

Zum dreißigsten Mal werden in diesem Jahr die Lamda Literary Awards vergeben. Lambda Literary ist eine US-amerikanische Organisation, die sich fĂŒr  die LGBTQ-Literatur einsetzt. Einmal im Jahr findet eine Preisverleihung statt, bei der in ĂŒber zwanzig Kategorien die nach Meinung der Jury besten queeren BĂŒcher des vergangenen Jahres ausgezeichnet werden. 

Als Krimiblogger habe ich seinerzeit die Nominierungen in der Kategorie “Gay Mystery” immer wieder interessiert verfolgt. Jetzt, als Regalreisender, möchte ich in diesem Jahr die Chance nutzen, und mir die Nominierungen in der Kategorie “Gay Fiction” genauer anschauen. Da die Preisverleihung am 4. Juni 2018 in New York stattfindet, wird es also hier in dem Blog bis zum Juni (vielleicht auch noch darĂŒber hinaus) immer wieder Texte zu den insgesamt acht nominierten BĂŒchern – sieben Romane und eine Sammlung mit Kurzgeschichten – geben.

Hier sind die Nominierten in der Kategorie “Gay Fiction”:

Die Nominierungen fĂŒr den Lambda-Award 2018 in der Kategorie »Gay Fiction«
Die Nominierungen fĂŒr den Lambda-Award 2018 in der Kategorie »Gay Fiction«

Das dĂŒrfte ein spannendender Lesemarathon werden, der da vor mir liegt. Drei der nominierten BĂŒcher liegen bereits in einer deutschen Übersetzung vor. Eines der nominierten BĂŒcher ist eine Übersetzung ins Englische: »En finir avec Eddy Bellegueule«, der DebĂŒtroman des Franzosen Ă‰douard Louis erschien bereits 2014 in Frankreich, ein Jahr spĂ€ter dann in der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel auf Deutsch. FĂŒr die Lammys 2018 ist natĂŒrlich die englische Übersetzung von Michael Lucey nominiert. Dennoch werde ich hier – als Ausnahme – die deutsche Übersetzung lesen und vorstellen. 

Eines der nominierten BĂŒcher hat in den vergangen Tagen bereits Aufmerksamkeit erhalten: Andrew Sean Greer wurde fĂŒr seinen Roman »Less« mit dem diesjĂ€hrigen Pulitzer-Preis geehrt. Ein Grund mehr, weshalb ich auf diesen Roman neugierig bin. 

Thematisch dĂŒrfte es abwechslungsreich werden: Geographisch geht es von Irland, Frankreich, Nigeria, Syrien bis in die USA. Es sind DebĂŒtromane dabei, aber mit John Rechy auch ein Altmeister der schwulen Literatur. Es geht um Religion, den Kampf fĂŒr Gleichberechtigung und um ganz persönliche Dramen. Und neben sieben Romanen ist auch eine Sammlung mit Kurzgeschichten im Rennen: »Outside is the Ocean« des US-Amerikaners Matthew Lansburgh. Ich bin gespannt – und lese dann mal.

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Karl Ludger Menke

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