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Lammys lesen: Nominierungen fĂŒr die Lambda Literary Awards 2019

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Schwule entdecken ihre Geschichte(n) – unter dieses Motto könnte man die Nominierungen fĂŒr die Lambda Literary Awards 2019 in der Kategorie “Gay Fiction” stellen. Immerhin befassen sich vier der acht ausgewĂ€hlten Romane mit historischen Stoffen. Das wird ein spannender Lesemarathon bis zum 3. Juni, denn dann werden die PreistrĂ€ger der insgesamt 24 Kategorien verkĂŒndet.

Zum 31. Mal werden die Preise der Lambda Literary Organisation vergeben, die damit die besten queeren BĂŒcher des vergangenen Jahres (nach Meinung der Jury) auszeichnet. In Zeiten des gesellschaftlichen Rollbacks ist es notwendiger denn je, das queere Menschen und ihre Geschichte sichtbar bleibt oder vielleicht ĂŒberhaupt das erste Mal sichtbar wird. Wie im vergangen Jahr möchte ich die Nominierungen in der Kategorie “Gay Fiction” hier auf regalreise.de vorstellen. FĂŒr meine FrĂŒhjahrslektĂŒre ist also gesorgt. Damit Ihr wisst, was Euch hier in den nĂ€chsten Wochen bis zum Sommer erwartet, folgen die nominierten Titel in der Übersicht (die Reihenfolge habe ich von der Lambda-Seite ĂŒbernommen, alphabetisch nach Titel geordnet)

Lambda nominations 2019 - Gay Fiction
Lambda Literary Awards 2019: Die Nominierungen in der Kategorie “Gay Fiction”

Nach der ersten Durchsicht der Titel fĂ€llt auf, dass vier Romane (»Drapetomania«, »Luminous Traitor«, »State of the Nation« und »The House of Impossible Beauties«) sich historischen Stoffen zuwenden, vier Romane eher in der Gegenwart angesiedelt sind. Drei BĂŒcher beschĂ€ftigen sich mit der Situation von Schwarzen in den USA, ein Buch erzĂ€hlt die Geschichte eines Indigiqueer, ein Buch zeichnet das Leben eines irischen UnabhĂ€ngigkeitskĂ€mpfers nach.

Bereits im letzten Jahr war Édouard Louis nominiert, damals mit seinem DebĂŒt. Diesmal ist er mit seinem zweiten Roman »History of Violence« (frz. Original: »Historie de la violence«) auf der Liste. Er ist einer der beiden Romane, die bislang in deutscher Übersetzung vorliegen. »Im Herzen der Gewalt« erschien bei uns 2017 in der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel. Joseph Cassaras DebĂŒt »The House of Impossible Beauties« soll am 11. April 2019 in der deutschen Übersetzung von Stephan Kleiner unter dem Titel »Das Haus der unfassbar Schönen« erscheinen. Hierzulande dĂŒrften auch die Autoren Uzodinma Iweala und Martin Duberman bekannt sein: Iweala durch seinen Roman »Beasts of no Nation« (dt.: »Du sollst Bestie sein!«), Duberman durch seine Arbeiten als Historiker.

Es ist also eine diverse, im besten Sinne »queere« Auswahl, die auf interessante Lesestunden hoffen lÀsst. In diesem Sinne: Wir lesen uns!

Korrektur (31. MĂ€rz 2019): In der ersten Fassung hieß es, dass bislang nur ein Buch von der Liste in deutscher Übersetzung vorliegt.

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Karl Ludger Menke

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