Nachtbibliothek Gelesen wird ja immer

Danke 2018 – Hallo 2019!

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Das war’s dann wohl mit Dir, 2018. Lange haste ja jetzt nicht mehr. Warst ein lustiges, trauriges, merkw├╝rdiges, wildes, stilles J├Ąhrchen. Ich danke Dir – f├╝r viele Menschen, Begegnungen, Ereignisse, die dieses Jahr so abwechslungsreich gemacht haben.

Begonnen hast Du tats├Ąchlich merkw├╝rdig:

Ich habe es als Signal, als Fingerzeig gedeutet: Back to Books, back to Blog. Sicher ist dies auch der Grund daf├╝r, dass ich diesen R├╝ckblick nun wieder in einem eigenen Blog niederschreiben kann. Also: Danke!

Zweifel gab es auch gelegentlich, aber dennoch glaube ich – naiv wie ich nun mal bin – immer noch daran, dass die Liebe gewinnen wird. Wollte ich nicht mal Liebesreporter werden? Jedenfalls – ohne Liebe w├Ąre ja alles nutzlos. Und was ist schon Liebe? Das Foto oben entstand w├Ąhrend des Rainbow-Flashs auf dem Hamburger Rathausmarkt im Mai dieses Jahres. Und wie immer war es eine sch├Âne und wichtige Veranstaltung, mit einem wichtigen Signal f├╝r die LGBTQ-Community. Auch daf├╝r danke!

Manchmal keimten auch Hoffnungen auf. Eine bessere, eine sicherere Zukunft. Und wie so oft zerfielen diese Hoffnungen dann auch wieder. Scheitern geh├Ârt dazu. Manche Verluste sind unvermeidlich – am Ende stellt sich die Frage, f├╝r wen der Verlust gr├Â├čer ist. Aber hey: Ich habe so viel gek├Ąmpft, irgendwann bist Du darin erprobt. Nackenschl├Ąge tun weh. Manche bringen Dich aber auch nach vorne.

Partys gab es reichlich. Wo bin ich nicht ├╝berall gewesen: Berlin, Blankenburg, Achim und nat├╝rlich Hamburg. Wenn Du dann nachts nach einer Party f├╝r vier Stunden alleine durch die L├╝neburger Heide f├Ąhrst, dem Hamburger Sonnenaufgang entgegen. Laute Musik noch im Ohr, die B├Ąume fliegen an Dir vorbei, ├╝ber Hamburg zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen. Momente, die mir gezeigt haben, wie wertvoll dieses Leben ist.

Der August kam vorbei, brachte viele bunte Fahnen in ┬╗mein┬ź sch├Ânes Hamburg. Und viele lustige Menschen, die einen Schei├č darauf geben, wer Du bist – solange Du Du bist. Authentisch. Auch daf├╝r: Danke!

Freunde! Freundinnen! (nicht im Bild): Sie sind meine Schule, meine Lehrmeister, meine St├╝tzen. Gemeinsam lachen, gemeinsam weinen. Zur Not auch beim Zwiebelschneiden. Wunderbar. Meine feine, kleine Familie. Danke – Ihr seid so wertvoll!

Es gab nat├╝rlich auch diese Momente, in denen ich dachte, ich sei am Ende des Regenbogens angekommen. Nichts geht mehr. Stillstand. Meine Freundin ist dann die Zeit, die so oft so dr├Ąngelnd und unnachgiebig ist. In diesen Momenten ist sie meine Verb├╝ndete. Denn der n├Ąchste Regenbogen kommt bestimmt. Hey – ich lebe im Norden, da geh├Âren Regen und Sonne einfach dazu.

B├╝cher geh├Âren in das Reisegep├Ąck meines Lebens. Auch und gerade am Ende des Jahres. Wenn ich mir etwas f├╝r 2019 w├╝nschen darf: Bitte Zeit zum Lesen. Zum Bloggen. Zum Austausch.

Was bleibt mir jetzt noch in diesen letzten Stunden von 2018? Danke daf├╝r, dass ich ein St├╝ck n├Ąher zu mir gekommen bin. Dass ich ein bisschen mehr wei├č, wer ich eigentlich bin. Freundinnen, Freunde – Ihr habt mir dabei geholfen, meinen Weg weiter zu gehen. Ich hoffe, ich konnte Euch bei Eurem Weg auch ein wenig unterst├╝tzen. F├╝r Euch da sein. Und lasst uns ├╝ber B├╝cher, Musik und Fotos quatschen. So wie wir es bisher auch getan haben.

Alles Liebe, Wunderbare und Gro├čartige f├╝r das neue Jahr. Und 2019 – don’t mess with me!

Alles Gute f├╝r 2019!

├ťber den Nachtbibliothekar

Karl Ludger Menke

human since 1966 | librarian since 1992 | dj since 1994 | online editor since 1999 | blogger since 2005 | t.b.c.

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